Bericht Tauchsafari 2010 Rotes Meer Nordtour

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Am frühen Samstagmorgen fuhr die Schweizer Delegation, welche dieses Jahr 14 Personen umfasste, los in Richtung Flughafen Frankfurt. Wie es sich für eine Föderation gehört, wurde in zwei Equipen gereist. Die Sektion Luzern (ein prall gefüllter Ford Galaxy mit fünf “Insassen” plus Tauchgepäck) fuhr getrennt von der Sektion St. Gallen (VW – Bus und VW Sharan mit insgesamt neun Personen). Nach ein paar kleineren Staus und einer ausgiebigen Verpflegungspause unterwegs kamen alle rechtzeitig im Parkhaus in Frankfurt an. Das Gepäck wurden verladen (Wobei der Chauffeur des Shuttle-Bus’ sich zur Anmerkung veranlasst sah, ob wir auswandern oder nur verreisen) und los ging’s Richtung Flughafen. Das Check-In verlief problemlos, die Gepäckstücke waren nicht zu schwer beladen und wir konnten uns ohne grössere Probleme von unseren grossen Taschen befreien. Weitere Teilnehmer unserer Safari aus Deutschland stiessen zu der Gruppe hinzu.

Schon ging es Richtung Zoll. Offenbar werden hier nicht oft Tauchlampen ins Handgepäck genommen und der eine oder andere von uns musste seinen Akku auf Sprengstoff untersuchen lassen. Gottseidank kamen alle heil durch die Kontrollen. Der Flug verlief wie immer problemlos, erstaunlicherweise bot Condor sogar sehr feines Essen während dem Flug an. Davon könnten sich andere Fluggesellschaften eine Scheibe abschneiden. In Ägypten angekommen, wurde unsere Reisegruppe von der vorherrschenden nächtlichen Hitze ein wenig überrascht. Nach dem Lösen des Visa für Ägypten ging es auch bereits zur Gepäckausgabe weiter. Schneller als gedacht konnten wir alles Gepäck einsammeln, glücklicherweise ging auch dieses Mal nichts verloren.

Vor dem Flughafen wurden wir auch schon sehnlichst von unserem Tauchguide erwartet. Wie immer wurden wir sehr freundlich willkommen geheissen. Auch dieses Jahr wurde das Gepäck auf sehr abenteuerliche Art und Weise auf den “klimatisierten Bus” geladen, welcher uns zum Hafen fahren sollte. 20 Minuten sollte die Fahrt dauern, irgendwoher kannten wir diese Floskel bereits. Doch wir wurden überrascht! Die Fahrt zum Hafen des Hilton Plaza in Hurghada dauerte tatsächlich nur ungefähr 20 Minuten.

Auf der M/Y Makharita angekommen wurden sogleich die Zimmer bezogen und die restlichen vier Safariteilnehmer begrüsst, welche bereits einige Stunden zuvor aufs Boot gekommen waren.

Tagesprogramm

Pro Tag sind jeweils 3-4 Tauchgänge möglich gewesen, wobei das Tagesprogramm in etwa so aussah:

  • Aufstehen
  • Frühmorgen Tauchgang
  • Morgenessen
  • Morgen Tauchgang
  • Mittagessen
  • Nachmittag Tauchgang
  • Nacht Tauchgang
  • Abendessen

Die einzelnen Tauchgänge und weiteren Teile des Tagesprogramms sind frei wähl- und abwählbar. Niemand ist gezwungen, an einem Tauchgang teilzunehmen und so gab es einige, die sich im Verlaufe der Woche den Frühmorgentauchgang nicht mehr angetan haben, da am Abend etwas zu lange diskutiert wurde. Zwischen den einzelnen Programmteilen stand vor allem Faulenzen auf dem Programm. In der Sonne liegen, ein Buch lesen, fischen oder vom Boot ins Wasser springen. So wurde es niemandem langweilig.

Tauchen

Vor jedem Tauchgang wurde ein kleines Briefing durchgeführt, welches die Taucherinnen und Taucher darüber informierte, was sie auf dem nächsten Tauchgang erwartet. Also was es an diesem Dive-Spot möglicherweise zu sehen gibt, woher die Strömung kommen könnte (obwohl dies leider nicht immer gestimmt hat – an gewissen Orten ist es schier unmöglich, die Strömung vorherzusagen) und wie der Tauchplatz aussieht.

Das Highlight unserer Nordtour war sicherlich die SS Thistlegrom mit ihren intakten Motorrädern, Lastwagen und Schützenpanzern. Einfach wunderschön.

Gesehen haben wir unter Wasser eine Flora und Fauna, die ihresgleichen sucht: Schildkröten, Rochen, Muränen, Delfine, Barrakkudas, Fledermausfische, Steinfische, Feuerfische, Krokodilfische und vieles vieles mehr. Leider sah niemand einen Hai. Dies wollen wir aber mit unseren Safaris im Jahr 2011 nachholen, welche uns in den tiefen Süden führen werden (“Der Süden” / “Die Perlen des Süden“).

Die Tauchgänge fanden stets in kleinen Gruppen statt, da wir drei Guides auf dem Boot hatten, welche uns hervorragend durch die schöne Unterwasserwelt des Roten Meers geführt haben. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an Amir, Mine und Ulli. Sowie auch an Bruno, der mit seiner grossen Erfahrung auch viele Tauchgänge angeführt hat.

Einige Tauchgänge wurden vom Boot aus gestartet, andere gingen direkt vom Zodiac (einem kleinen Beiboot mit Aussenbordmotor) aus los. Die Tauchgänge mit dem Zodiac haben den Vorteil, dass man so direkt und punktgenau an die besten Plätze fahren und sich im Idealfall mit der Strömung zurück zum Boot treiben lassen kann.

Boot

Als Boot setzten wir dieses Jahr zum ersten Mal auf die M/Y Makharita, ein wirklich schönes Holzboot, welches erst vor kurzem rundumerneuert wurde. Vor allem das grosszügige Sonnendeck mit den Matrazen hat allen gut gefallen: Hier konnte man des Abends schlafen und am Tage faulenzen und die Sonne und den Ausblick geniessen. Das Essen auf dem Boot war stets mit viel Liebe gemacht und die Crew war super nett. Dementsprechend wurde am Schluss von den Teilnehmenden ein ordentliches Trinkgeld an die Crew gegeben.

Allgemein

Die Stimmung auf dem Boot war hervorragend, die Gruppe verstand sich grossartig und es gab viele spannende Gespräche und Diskussionen. Am Abend blieb jeweils eine grössere Gruppe noch lange wach, trank miteinander ein Bier und diskutierte. Auch das Spiel “Wölfe” wurde fast jeden Abend gespielt, was stets ein Garant für Unterhaltung und Spass war.

Die Tauchsafari war einfach wunderbar. Alles hat reibungslos geklappt und jeder kam auf seine Kosten. Ich denke, wir können mit gutem Gewissen sagen, dass sich schon alle wieder auf die nächste Safari freuen und hoffen, dass der Frühling respektive Herbst so schnell als möglich kommt.

Bilder der Tauchsafari 2010

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