Bericht Tauchsafari 2011 – Der Süden

Es war ein früher Oktobertag. Der Tau floss an den kalten Autos herab in welche sich mehr als ein Dutzend Taucherinnen und Taucher in bester Ferienlaune setzten um den langen Weg zum Genfer Flughafen anzugehen. An besagter Stelle kam die Ferienstimmung erst richtig auf. Nach einem sehr kurzweiligen und angenehmen Check-in und ein paar Einkäufen im Duty-free Shop sassen die Schweizer Taucher  und ihre deutschen Kollegen auch schon im Flugzeug und von den Lautsprechern erklangen die Worte des Piloten, welcher uns sicher nach Hurghada flog. Ausgestiegen aus der Maschine begrüssten uns eine angenehm warme Brise und ein Lächeln unseres Ägyptischen Kontaktmannes. Dieses Jahr genossen wir eine knapp einstündige Fahrt zum Hafen in Safaga in einem Car der mehr als ausreichend Raum bot.

Ein Meisterwerk eines Schiffes, die Ramadan III, schlummerte für uns schon im Hafen. Machmut unser erster Guide begrüsste uns mit seiner eigenen Art von Englisch mit der er oft ein Lächeln auf unsere Gesichter zauberte. Der zweite Guide war der französisch sprechende und ebenfalls erfahrene Taucher Fred. Nach dem alle ihre Gepäckstücke mit grosser Hilfe der Crew in ihre Kabinen verstaut hatten, machten wir uns mit den Bootsregeln bekannt und Machmut erklärte uns in einer gemütlichen Runde was auf uns zukommen wird. Nachdem die Letzten auch noch das bestellte Mietmaterial erhielten und alle ihre Ausrüstung tauchfertig hatten, assen wir und klangen gemeinsam den Abend aus.

Nach ein paar technischen Problemen mit den Motoren der Beiboote liefen wir aber aus um den ersten Tauchplatz zu erreichen. Noch am Morgen führten wir einen einfachen Check-Dive in Ras Abu Soma durch und jene welche am Vorabend nicht schon einen Sprung vom Boot wagten, genossen zum ersten Mal das kühle und salzige Nass.

Da wir unzählige Seemeilen bis zum beliebten Daedalus Riff vor uns hatten, reichte es nicht für einen weiteren Tauchgang und wir beschäftigten uns mit Sonnenbaden, Gemeinschaftspielen oder tiefgründigen Gesprächen. Zu Beginn separierten sich die Leute verschiedener Herkunft ein wenig. Aber im weiteren Verlauf der Safari bildeten wir eine neue Gemeinschaft und genossen alle die Zeit miteinander. Der nächste Morgen versprach einen interessanten Tag. Zu früher Zeit gingen wir auf Grossfischsuche. Einige mit Erfolg. Unsere Sehnsucht nach Haien brachte uns zum Entscheid, einen weiteren ganzen Tag am Daedalus Riff zu verbringen. Nicht alle erfassten die Haie mit ihren achtsamen Augen, aber alle genossen die zum Teil auch anspruchsvollen Tauchgänge sowie die schönen Riffe.

Unsere Reise führte uns weiter nach Shaab Maksour, wo wir einen strömungsreichen Tauchgang durchführten. Der farbenfrohe Korallengarten  und die Vielfalt der Lebewesen liessen die Unannehmlichkeiten der zusätzlichen Flossenschläge aber schnell verschwinden.

Dann ging es auch schon weiter zum Claudia Riff, wo wir zu kleinen „Höhlentauchern“ wurden. Vom Boot aus tauchten wir durch einen Unterwassercanyon und betrachten nach dem Austritt eine zauberhafte Korallenlandschaft mit zahlreichen, bunten Kleinfischen. Um den letzten Tauchgang bei Licht und einen abenteuerreichen Nachttauchgang durchzuführen legten wir am Sataya Riff an und sprangen ins kühle Nass.

Nach einer langen und schaukligen Nacht, welche einige dazu brachte das eigentlich sehr  köstliche Abendessen nochmal durch den Kopf gehen zu lassen, kamen wir zur Frühstückszeit am Riff von Abu Dabab I an. Leider konnte Elphinestone wegen des sehr rauen Wetters nicht angelaufen werden. Nach einem Tauchgang nahmen wir das zweite Riff ins Visier, das Abu Dabab II. Am Abend genossen wir ein Festessen, welches die Crew mit grosser Mühe zubereitet hat. Auch liessen wir die einen oder anderen Korken knallen und schwangen das Tanzbein. Bis spät in die Nacht feierten wir den zweitletzten Abend. Nach den Tauchgängen am Panorama Riff und dem extrem farbenfrohen Tobia Arbaa neigte sich die Safari schon bald dem Ende zu. Wir fuhren in den Hafen ein, die Tauchutensilien wurden gereinigt, und zum trocknen bereit gelegt und einige Koffern wurden schon gepackt. Der letzte Abend war wie fast jeder Abend auch ein Erfolg, obwohl einige die Angst verspürten als unser „Festgetränk“ ausging, da es anscheinend viel zu feiern gab. Für Ersatz wurde aber schnell gesorgt und der Abend war gerettet.

Am Tag der Abreise, mussten wir relativ früh das Schiff samt unserem Gepäck verlassen und die Crew verabschieden, da die nächsten Gäste ihr Abenteuer in Angriff nehmen wollten. Unser Guide hat uns aber eine sehr angenehme alternative geboten, die restliche  Zeit zu verbringen. Nachdem wir endlich wieder festes Land unter den Füssen hatten kamen wir nach einer rasanten Busfahrt in einem Hotel an, in welchem einige von uns sich mit einer Partie Wasserball vergnügten und andere ein wenig ausruhten. Nach einem offerierten Essen fuhren wir zum Flughafen, wo wir schliesslich ins Flugzeug stiegen, welches uns sicher aber erschöpft in unsere kalte Heimat brachte. Müde, ein wenig traurig aber mit zahlreichen schönen Erinnerungen verabschiedeten wir uns von unseren neuen Freunden und nahmen schlussendlich die Rückreise in Angriff.

Was uns bleibt sind ausdrucksstarke Fotos, neu gewonnene Freunde und jede Menge Erinnerungen an eine erneut wunderschöne und abenteuerreiche Zeit.

Es hat erzählt: Offir Limacher im Auftrag von Samani-Diving
Artikelbild: Alex, Safariteilnehmer

Ein Kommentar zu Bericht Tauchsafari 2011 – Der Süden

  1. Anja sagt:

    Wir hatten im vorigen Oktober das Glück im Rahmen eines zweitägigen Segeltörns zum Sataya Reef mit einer Schule von etwa 30 Spinnerdelphinen schnorcheln zu dürfen. Ein wahnsinnig schönes Erlebnis, welches ich im Leben nicht mehr vergessen werde.

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